Favourite Fashion Week Brand – FOKOHAELA

Eigentlich wollte ich noch einen großen Post über die Fashion Week Berlin machen, auf der ich vor 1 1/2 Wochen unterwegs war. Weil ich den Trip aber eigentlich mehr dazu genutzt habe, um meinen frisch in den Osten gezogenen, mittlerweile gar nicht mehr so kleinen, Bruder Per zu besuchen und mit ihm ein bisschen durch die Stadt zu cruisen, lasse ich das jetzt doch lieber sein. So richtig viel habe ich nämlich nicht gesehen.

Lag ein bisschen auch daran, dass die Brands, die mich interessiert hätten, meistens abends ihre Shows hatten, oder erst am Freitag präsentiert haben. Da ich am  Freitag schon wieder in Hamburg war und Per abends immer zum Handball musste, haben wir tatsächlich keine einzige Show gesehen. Unser dreitägiges Berlin-Touri-Programm haben wir aber zwischendurch immer mal wieder mit der Fashion Week gemixt. Hauptsächlich waren wir auf der Premium Exhibition und auf der Seek unterwegs. Wobei es während der Tage auch so heiß war, dass wir die ausgezeichnete Location-Wahl der Seek-Veranstalter (Arena Berlin) größtenteils dazu genutzt haben, faul an der Spree zu sitzen und zu chillen.

Zwischendurch hat mich aber doch immer mal wieder das schlechte Gewissen eingeholt, so dass wir zumindest immer mal wieder ein bisschen durch die Gänge gelaufen sind, um zu gucken, was in Zukunft modetechnisch so geht. Auf der Premium war das nicht ganz so erfolgreich (die uns am meisten im Gedächtnis gebliebene Erkenntnis der Premium ist, dass man noch so verrückte neue Streetfood-Trends für Veganer, Flexitarier, oder Fruitarier zaubern kann, am Ende gewinnt doch die gute, alte Currywurst), aber die Seek hatte dafür etwas mehr für unseren Geschmack zu bieten.

Die Seek beschäftigt sich ja aber auch mehr mit Streetwear, so dass das keine ganz große Überraschung für uns war. Dort waren zum Beispiel Brands wie Vans, Fila, Kappa, Kappa Kontroll oder Han Kjobenhavn mit ihren neuen Kollektionen unterwegs. Wir hätten dort natürlich auch gerne Brands wie Supreme, Palace, oder Vetements gesehen, die halten Berlin aber leider nicht für cool genug. Dann eben nicht.

So haben dafür auch neuere und noch nicht so bekannte Brands die Chance, sich der Fashion-Welt zu zeigen. Ein Brand, dass die Chance genutzt hat, und mit Sicherheit nicht nur bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, ist Fokohaela.

Das Label wurde erst vor kurzem von Jason Lee gegründet. Wer Jason Lee noch nicht kennt, sollte hier mal seine bisherigen Arbeiten abchecken. Ziemlich beeindruckend, was er bisher so auf die Beine gestellt hat. Er hat beispielsweise für The North Face, Adidas und Hummel gearbeitet. Die, zumindest in der Handballszene, bekannstesten seiner Werke sind in den letzten Jahren mit Sicherheit die Trikots der Füchse Berlin im Gedächtnis geblieben. 2014 und 2015 hat Jason als damaliger Chefdesigner für Hummel die Trikots kreiert und hat den Füchsen damit eine für ein Handballtrikot unfassbar große Medienpräsenz beschert. Nebenbei hat er sich aber auch in der Fussballwelt mit zahlreichen Designs für Teams wie den FC St. Pauli, den Karlsruher SC oder für die französische Nationalmannschaft bei der WM 2010 einen Namen gemacht.

Jetzt hat er sich allerdings erstmal in die Selbstständigkeit verabschiedet und mit Fokohaela sein eigenes Label gegründet. Unter dem Claim

 

„THE CULTURED RIGHT FOOT OF DENNIS BERGKAMP MEETS WILLY WONKA.“

 


geht es ihm vor allem darum, Sportswear und Streetwear zu vereinen – mal ein bisschen, und manchmal ein bisschen mehr im „Willy Wonka-Style“. In einer Zeit, in der Trikots immer mehr zum Modeprodukt werden und das Trikot von Juventus Turin bei Hybebeasts mindestens genauso beliebt ist wie bei Juve-Fans, ist das bestimmt kein schlechter Ansatz.

Das coole an Jason’s Designs ist, dass seine Shirts Style mit Zeitgeist und einem bestimmten Thema und einer Message verbinden. Eins meiner Favoriten ist zum Beispiel das „Bad Hombres“-Shirt, mit dem er sich gegen Trumps Politik stellt und sich für den Zusammenhalt von Mexikanern und Amerikaner einsetzt.

Fokohaela Trikot Diversity

Das „The Dude“-Shirt hat zwar keine politische Aussage, ist aber als Huldigung für „The Big Lebowski“ nicht weniger cool. Jeder, der den Film gesehen hat, wird mir zustimmen. Wer den Film nicht gesehen hat: Unbedingt nachholen – und mir dann zustimmen!

Fokohaela Shirt The Dude

Hier noch ein paar weitere Bilder aus dem aktuellen Fokohaela Lookbook. Es lohnt sich auf jeden Fall mal im Online Shop vorbeizugucken. Schon alleine, um sich die Stories zu den Shirts reinzuziehen.

Fokohaela Diversity Shirt

Fokohaela Jeanshemd

Fokohaela Black Lives Matter Shirt

Fokohaela Jeansshirt




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