Startschuss – Weekly Struggle #1

Auf so gut wie jedem Blog gibt es einen Wochenrückblick, und da es ja das ungeschriebene Gesetz gibt, dass alle Blogger gleich sein müssen, füge ich mich dem ganzen natürlich bereitwillig und starte jetzt auch mit meiner neuen Kategorie „Weekly Struggle“.

Und weil ich das doch eher kurzfristig entschieden habe, starte ich mit dieser Woche erstmal völlig unvorbereitet und bin selbst gespannt, was am Ende dabei rauskommt.

Testpilot Weekly Struggle

Montag, wie immer war es viel zu schnell wieder Montag und als ich mich erstmal aus dem Bett geschleppt hatte, war es schon gar nicht mehr so schlimm, wie noch fünf Minuten vorher befürchtet. Vor allem mit der Aussicht, dass die Saisonvorbereitung, in der ich gerade mit dem Handball Sportverein Hamburg stecke, von einem trainingsfreien Tag unterbrochen wurde und ich den kompletten Nachmittag und Abend meine Ruhe hatte. So tat ich dies und das, und eigentlich gar nichts. Und gerade deshalb ging der Tag viel zu schnell vorbei und es wurde Dienstag. Und der Dienstag startete schlecht, weil die Cryptowährung Ether mal wieder eine Rolle rückwärts machte und ich wieder um meine schon sichergeglaubte vorzeitige Rente zittern musste. Da war die ganze gute Laune aufgrund des entspannten Montags wieder weg und ich entschied ich mich erstmal, die Kurse nicht mehr zu beobachten und Ethereum-Gründer Vitalik Buterin einfach mal eine gewisse Zeit machen zu lassen. Der Junge weiß schon, was er macht.

Das hat den netten Nebeneffekt, dass ich auch wieder mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens habe: Instagram, Fashion und Sportnachrichten. So sah ich dann auf Sport1, dass James Rodriguez bei den Bayern zwar den Trikotverkauf ordentlich ankurbelt,  das Bearbeiten seines eigentlichen Aufgabengebietes, Tore zu schießen, lässt er bis jetzt aber eher ruhig angehen. Aber wen interessiert es in zwei Wochen schon noch, wer in China die Tore geschossen hat! Am Nachmittag checkte ich mal wieder meine Mails und beschäftigte mich dann mit den News der Modebranche, entdeckte die neue Kollektion von Lazy Oaf und war begeistert. Und weil ich so begeistert war, orderte ich direkt mal ein bisschen was. So schlief ich dann voller Vorfreude auf die Lieferung ein und war schockiert, als ich viel zu früh aufwachte und es schon Mittwoch war. Der Mittwoch, an dessen Ende eine für meinen geschundenen Körper viel zu anstrengende Laufeinheit in der Leichtahtletikhalle Alsterdorf auf mich wartete. So verbrachte ich den Tag damit, mir Ausreden zu überlegen, mir einzureden, dass es mir wirklich schlecht ginge und mich selbst zu bemitleiden. Am Ende lief ich dann doch mit, und ich lief…und lief…und lief…vor allem hinterher. Angekommen bin ich trotzdem und das ist am Ende doch die Hauptsache.

Donnerstag war ich immer noch völlig zufrieden mit mir, viel zufriedener als ich eigentlich hätte sein dürfen. So eine wahnsinnige Performance habe ich dann ja doch nicht abgeliefert. Aber, wie es nun mal so ist, schlug das Karma direkt zurück und ließ mich komplett vergessen, dass ja das Release des NikeCraft x Tom Sachs Mars Yard 2.0 anstand. So habe ich nur noch am Rande mitbekommen, dass Reseller den wirklich sehr gelungenen Sneaker für 750$ anboten (Kaufpreis 200$) und ich fragte mich mal wieder, ob man auf die ganzen Reseller wirklich sauer sein sollte, oder ob das einfach eine ganz normale Entwicklung ist, weil das Business nun mal krass boomt und jeder versucht, sein Stück vom Kuchen abzubekommen. Zu einem endgültigen Eregebnis bezüglich meiner Einstellung zu dem Thema bin ich zwar nicht gekommen, aber ich beendete meine Gedanken immerhin damit, dass ich mich mit mir selbst darauf einigte, selbst nicht zum Reseller zu werden, sondern erstmal entspannt ins Wochenende zu starten.

Es stand nämlich ein Trip ins heimatliche Flensburg an, um dem Großstadtrubel zu entfliehen und möglichst viele Familienmitglieder zu besuchen. Hamburg war dann trotzdem Thema, was vor allem an dem Typen lag, der am Donnerstag in Barmbek mit einem Messer auf Passanten eingestochen hat. Aber was soll man dazu sagen, außer dass es unfassbar ist, wie jemand auf so eine Idee kommt und die dann auch noch durchzieht. Zumindest sind sich bei diesem Thema alle sofort einig und es wird einem auch mal wieder bewusst, dass es doch schnell gehen kann und man sich ruhig mal was gönnen und möglichst viel genießen sollte, solange es eben geht. Und so gammelte ich am heutigen Sonntag rum, genoss das Leben und mein Sofa, und durchsuchte nebenbei diverse Online Stores, in denen ich viel zu viel gefunden, und viel zu wenig gekauft habe. Trotzdem habe ich das iPad am Ende zufrieden zur Seite gelegt, um jetzt diesen kleinen Rückblick zu schreiben.

So liege ich nun, neben einer Portion Tagliatelle mit Lachs von meinem Lieblingsbistro in Winterhude, in meinem Bett und schreibe meinen ersten „Weekly Struggle“. Nebenbei läuft natürlich Promi Shopping Queen, weil eben Sonntag ist und ich schon den Rest der Woche größtenteils das Programm bestimmt habe, weshalb ich mich jetzt fügen muss. Wir sind gerade bei Dagi Bee zu Hause, die sich gleich ein Outfit zu dem Motto „Die neue Woll-Lust: Bringe Strick optimal zur Geltung!“ zusammensuchen wird. Unfassbar gespannt beende ich deshalb jetzt meinen ersten Wochenrückblick und konzentriere mich voll und ganz auf die Sendung.




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