Weekly Struggle #10

Da ist es, DAS JUBILÄUM! Zum zehnten Mal sitze ich hier und schreibe meinen kleinen Wochenrückblick. Und bevor übertriebene Erwartungen an diese Ausgabe entstehen, nehme ich Euch lieber gleich den Wind aus den Segeln: Diese Woche war nun wirklich nicht spannender als die letzten Wochen. Nicht, dass am Ende noch jemand enttäuscht ist. Los geht’s!

Der Montag begann, wie ein Montag leider so oft bei mir beginnt. Ich schlief zu wenig, war dementsprechend völlig fertig und schleppte mich nur so durch den Tag. Als ich dann am späten Abend nach dem Training einkaufen ging, war ich zwar mittlerweile hellwach, verlor den Glauben an den Montag (und eigentlich auch an die Menschheit) aber auf einen Schlag komplett. Folgende Situation: Ein älterer Mann suchte bei Rewe nach Milch aus Norddeutschland, eine junge, recht intelligent wirkende Frau hilft ihm dabei. Die Frau hat eine Packung Milch in der Hand, liest sich die Infos durch und fragt dann, ob Schleswig-Holstein eigentlich zu Norddeutschland gehört. Der Mann, genauso perplex wie ich, schnappt sich die Milch, bedankt sich noch kurz und geht. Ähnliche Situation bei mir. Ich verliere den Glauben an die Menschheit, packe schnell das Nötigste zusammen, bezahle und lege mich zu Hause direkt ins Bett, wo ich weinend einschlafe und von einer besseren Welt träume. Sollte man sich nicht zumindest ein bisschen in Norddeutschland auskennen zumindest hier in Hamburg? Oder sind meine Ansprüche an die Bildung der Bevölkerung einfach zu hoch?

Immer noch etwas angeschlagen, zumindest aber ausgeschlafen, starte ich in den Dienstag, der mich am Abend mal wieder mit den anderen Verletzten meiner Mannschaft in den Kraftraum führen wird. Mittlerweile haben wir es uns dort ganz gut eingerichtet, auf dem Fahrrad gucken wir Fussball Champions League, Handball Bundesliga, oder was sonst gerade so läuft, was das Cardio-Training doch deutlich angenehmer macht. Schön ist es natürlich trotzdem nicht.
Bis es soweit war, und um nach dem traurigen Erlebnis des Vortags wieder auf andere Gedanken zu kommen, flanierte ich ein wenig durch das Internet, las hier eine News und da eine spannende Geschichte, und entdeckte plötzlich Mesut Özil auf Hypebeast. Der für seine bezaubernde Spielweise und seine wunderschön nichtssagenden Interviews bekannte Fussballstar von Arsenal London hat die Hypebeast-Crew eingeladen, sein bescheidenes Heim mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Mix aus extrem beeindruckender Hütte und der lässigen Coolness gepaart mit leichter Unsicherheit von Mesut Özil hat mich dabei so sehr überzeugt, dass ich es hier nochmal präsentieren möchte. Viel Spaß damit!

Nachdem ich meine Liebe zum Urban Outfitters Online Shop schon letzte Woche wiederentdeckt habe, startete ich am Mittwoch auch Offline einen Versuch, unsere zwischenzeitlich eingeschlafene Beziehung wieder aufzufrischen und stattete dem Store am Gänsemarkt mal wieder einen Besuch ab. Es war zwar tatsächlich besser, als die Male davor, aber irgendwie gefielen mir die Sachen für Frauen in dem Store mal wieder deutlich besser, als die Sachen für Männer. Wobei ich immerhin ziemlich begeistert davon war, dass es dort mittlerweile deutlich mehr Stoff von Kappa und Fila gibt. Trotzdem war leider nichts für mich dabei, und so waren die einzigen Euro, die ich ausgab, mal wieder für den Obdachlosen vor der Tür, dem ich zwei Euro da ließ. Immerhin ein günstiger Shopping-Trip, und ein bisschen was Gutes kam dabei auch noch rum. Da ich trotzdem ein wenig beleidigt war und @victorixo schnell schaltete, saßen wir kurze Zeit später im nächsten Jim Block um die Ecke, ich stopfte einen Chickenburger in mich rein, und die Welt wurde wieder bunt – trotz des traurigen Herbstwetters.

Am Donnerstag stand zuerst mal das Release des Stussy X New Balance 990 V4 auf dem Plan.

New Balance 990 v4 x Stussy

Ein Sneaker, der wie kein zweiter nach #DADCORE schreit. Und da Dadcore ja momentan ziemlich angesagt ist (Ganz viel <3 auch von mir!), und Stüssy und New Balance ja sowieso ziemlich „in“ sind, war der Schuh dementsprechend schnell ausverkauft. Für mich ganz gut, so kam ich gar nicht erst in Versuchung, zuzuschlagen. Ansonsten bestand der Tag mal wieder, wie üblich, aus ein bisschen Arbeit, ein bisschen Chillen, und viel zu viel Zeit im Kraftraum. Nach zwei Wochen nur im Kraftraum und auf dem Fahrrad merkte ich am Donnerstag, dass die Lust so langsam verloren geht. Lag vielleicht aber auch daran, dass die Europa League, die wir nebenbei laufen hatten, mich mal so gar nicht interessiert.

Der Freitag war, für einen Freitag, ungewöhnlich stressig. War aber nicht weiter schlimm, denn nach dem abendlichen Training stand ein freies Wochenende an, an dem es mal wieder nach Flensburg ging. So dachte ich zumindest, bis ich mich auf einmal mitten auf einer Auffahrt der A7 wiederfand, weil das Auto mitten im Stau angefangen hat zu qualmen. Völlig entgeistert schaffte ich es weder das Warndreieck vernünftig aufzustellen, noch hatte ich Warnwesten dabei, was uns im Dunkeln an einer Stelle ohne Leitplanke, hinter der wir uns hätten verschanzen können, ein eingermaßen ungutes Gefühl verschaffte.

Gott sei Dank kam uns aber recht zügig ein gelber Engel zu Hilfe, beseitigte unser Problem fürs Erste und war auch ansonsten einfach ein guter Typ. Probs an ihn! So kontte die Fahrt nach 45 Minuten dann doch fortgesetzt werden, und da sich in der Zwischenzeit nicht nur unser Problem, sondern auch der Stau aufgelöst hatte, ging durch die Panne gar nicht so viel Zeit verloren. Als wir dann weiterfuhren, war die Stimmung auf jeden Fall wieder entspannt und wir konnten noch über die entgeisterten Blicke der anderen Autofahrer lachen, die uns anglotzten, als ob gleich das Auto in die Luft fliegt. Kurzzeitig sah es aber auch wirklich danach aus.

Der Samstag in Flensburg bestand dann vor allem aus Familienbesuchen. Mittlerweile etwas komisch, denn mittlerweile ist tatsächlich keines meiner Geschwister mehr in unserer geliebten Heimat, was doch etwas schade ist. Naja, so habe ich zumindest mal einen Grund, nach Irland zu fliegen, oder mal in Kiel und Berlin vorbeizuschauen.

Schon in der Nacht von Samstag auf Sonntag ging es wieder zurück nach Hamburg. Zum einen, weil es nun wirklich keinen Spaß macht, im Stau zu stehen, was bei den ganzen Baustellen auf der A7 tagsüber momentan nicht zu vermeiden ist. Zum anderen, weil es noch weniger Spaß macht, bei gutem Wetter im Stau zu stehen. Und für den Sonntag war, mit Sicherheit auch zu Ehren meiner Oma, die ihren Geburtstag feierte, überraschend gutes Wetter. Und so verbrachten ich den Tag nochmal an der Alster, erfreute mich an dem Wetter, und quetschte mich zusammen mit tausenden anderen Hamburgern durch die Gehwege am Wasser. Ich weiß, ist als Freizeitgestaltung nicht wahnsinnig spektakulär oder einfallsreich, aber immerhin war ich draußen. Damit bin ich persönlich schon sehr zufrieden gewesen, so dass ich das Wochenende, trotz der Autopanne als negatives Highlight, zufrieden ausklingen lassen konnte.




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