Weekly Struggle #12

Die Blätter fallen von den Bäumen, es wird beinahe täglich früher dunkel und später hell, man kann den Herbst so langsam wirklich nicht mehr wegdiskutieren. Das bekam ich selbst zu spüren, als ich am späten Montagnachmittag durch Hamburg ziehen und ein paar Fotos machen wollte, und mir das fehlende Licht den Spaß ganz ordentlich vermieste. Also ging es wieder Richtung Heimat, wo ich mich aufs Sofa legte, mich meiner beginnenden Herbstdepression widmete und mich nebenbei darüber informierte, was in der Welt gerade so abgeht. Dabei stieß ich beispielsweise  auf die neue 032c Peroxide Kollektion, die meine Laune aufgrund extremer Coolness der Teile wieder deutlich anhob. Fav der Kollektion: Der rote Sweater!

032c Peroxide Lookbook 1

Und so entschloss ich, mir mal etwas Gutes zu tun, ging in den Online Shop und hatte den Sweater schon fast im Warenkorb, als ich den Preis von 280€ sah. Dann legte ich das iPad zur Seit und legte mich weinend ins Bett, weil ich das Sweatshirt wirklich gerne gehabt hätte, aber dann doch nicht bereit war, das Geld dafür zu bezahlen.

Der Dienstag startete dann deutlich positiver, als der Montag geendet hatte. Und zwar mit einer Einladung der Zeit, die zusammen mit Floris van Bommel ein kleines Event auf die Beine stellt. Worum es dabei genau geht, weiß ich zwar noch nicht, aber dabei zu sein ist ja immer erstmal ein gutes Gefühl.

Für weitere Erheiterung sorgte dann der Dandy Diary-Artikel „Ein Tag mit Vorzeige-Blogger Eric Scholz“, der mir ziemlich deutlich vor Augen führte, was der Unterschied zwischen einem erfolgreichen Blogger (Eric Scholz ist von der Gracia im letzten Jahr zum Influencer of the Year gewählt worden) und mir ist – abgesehen natürlich von dem Erfolg. Denn nicht zuletzt aufgrund der überspitzten Darstellung des Bloggers, merkt man in dem Artikel doch, dass er sich selbst ganz ordentlich stresst und seinen Job, die ganze Szene und die Reaktion seiner Follower vielleicht doch etwas ernster nimmt, als er es tun sollte. Mit ein bisschen mehr Lockerheit könnte er den Lifestyle, den er sich da erarbeitet hat, mit Sicherheit etwas mehr genießen. Genießen kann ich zum Glück auch ohne Erfolg ganz gut, und so beschloss ich, den restlichen Tag so gut es geht zu entspannen, und das Beantworten meiner Mails, womit Eric Scholz täglich 3-4 Stunden verbringt, mal wieder auf den nächsten Tag zu verschieben. Natürlich in der Gewissheit, dass ich es so in diesem Business vermutlich nie so weit bringen werde , wie Eric.

Am Mittwoch standen dann einige Termine an, auf die ich gut hätte verzichten können. Zuerst musste ich zum Arzt, um mein Knie abschließend nochmal checken zu lassen. Da alles weitestgehend wieder in Ordnung ist, war das glücklicherweise ein kurzer Besuch und doch gar nicht so nervig, wie sich der Gedanken an einen Arztbesuch im ersten Moment anfühlt. Außerdem musste ich noch zum Zoll, um meine Fila Disruptor Low II abzuholen, die ich mir aus den USA bestellt hatte. Grundsätzlich eine gute Sache, aber beim Zoll abzuhängen, ist überraschenderweise nicht so wahnsinnig spannend. Immerhin erwischte ich einen guten Zeitpunkt, so dass ich recht schnell wieder draußen war. Und so saß ich unendlich glücklich im Auto, hielt endlich diesen wunderschönen Ugly Sneaker in den Händen und musste mich sehr konzentrieren, um nicht die ganze Fahrt über auf diesen Schuh zu starren, auf den ich über einen Monat gewartet hatte. Das Leben kann so schön sein!

Fila Disruptor Low II

Wie einfach man sich seinen Tag allerdings versauen kann, merkte ich am Abend, als ich feststellte, dass ich langsam mal wieder mein Sky-Abo kündigen müsste. Also loggte ich mich bei Sky ein, checkte meinen Vertrag und fing innerlich an zu weinen. Ich war nämlich leider zu spät und die Kündigungsfrist schon verstrichen, so dass ich ab November statt der gerade noch akzeptablen 55€ für das Komplettpaket und Zweitkarte für ein Jahr die ganz und gar nicht akzeptablen 105€ zahlen muss. Falls jemand Ideen hat, was man da noch machen kann: Ich bin für jeden Tipp dankbar. Falls ich nichts mehr machen kann, werde ich das kommende Jahr eben größtenteils vor dem Fernseher verbringen, um den Betrag zumindest wieder „reinzugucken“.

Am Donnerstag entdeckte ich die neue FW17-Kollektion von Tyler, The Creator’s Label Golf Wang.

Und wie immer, wenn er irgendwas auf die Beine stellt, wurde ich auch dieses Mal wieder zum Fanboy, feierte die Sachen krass ab, fand mich aber auch damit ab, dass ich mir die Teile nicht aus den USA bestellen würde. Stattdessen schaltete ich für den Rest des Tages einfach mal wieder meinen Kopf aus, hörte mir seine Musik an. Im Nachhinein betrachtet kein besonders gehaltvoller Donnerstag. Deshalb hier zumindest nochmal das wohl bekannteste Video von Tyler, The Creator.

Immer noch mit dem Kopf nickend wachte ich am Freitag auf, war bereits in Wochenendstimmung. Und weil ich mich dabei verdammt cool fühlte, wollte ich das Wochenende auch möglichst fancy und cool einläuten. Und so machte ich mich am Nachmittag auf, um einen kurzen Abstecher nach Altona und in die Schanze zu machen, weil man sich da nun mal aufhält, wenn man hier in Hamburg cool sein will. Was ich nicht bedacht hatte, ist der Feierabendverkehr am Freitag. So stand ich gefühlt stundenlang auf sämtlichen Straßen zwischen Winterhude und Altona im Stau. Und zwar so lange, dass ich am Ende keine Zeit mehr hatte, und direkt zum Training nach Stellingen fuhr. Und selbst das wurde noch knapp, weil der Weg von Winterhude über Altona nach Stellingen scheinbar zu den dümmsten Wegen gehört, die man am Freitagnachmittag mit dem Auto so machen kann.

Am Abend lief dann auf Sky die mit 40 Millionen Euro teuerste deutsche Fernsehproduktion aller Zeiten an. Babylon Berlin heißt die Krimiserie, die im Berlin der 20er Jahre spielt und am Freitag mit einer Doppelfolge an den Start ging. Drogen Selbstmord, Politik – die ersten beiden Folgen hatten direkt mal ordentlich was zu bieten. Dementsprechend werde ich nächsten Freitag auf jeden Fall wieder vor dem Fernseher sitzen. Schon alleine, weil es Sky ist, und ich meine bald horrenden Kosten ja irgendwie wieder reinholen muss. Und so zappte ich, mit kurzer zweistündiger Unterbrechung, weil ich noch in die Heimat nach Flensburg musste, bis tief in die Nacht durch alle möglichen Fernsehsender, bevor ich dann doch irgendwann einschlief.

Das Wochenende ist dann schnell erzählt. Samstag stand ein Familienbesuch nach dem anderen an. Zwischendurch wollte ich eigentlich die Fotos nachholen, die ich schon am Wochenanfang machen wollte. Da in Flensburg die Sonne aber gefühlt gar nicht erst aufging, musste ich auch das wieder verschieben. Der Herbst nervt mich jetzt schon!

Abends ging es dann auch schon wieder zurück nach Hamburg, da am Sonntag das nächste Heimspiel in der Sporthalle Hamburg auf dem Plan stand. Es reichte leider nur zu einem Unentschieden, was nicht so richtig befriedigend war. Glücklicherweise gibt es ja aber schon am nächsten Wochenende die Chance, es besser zu machen. Die Woche endete dann am Abend noch mit einem Cheeseburger von Bobby’s Burger am Winterhuder Marktplatz. Den Laden wollte ich schon immer mal testen, jetzt habe ich es geschafft! Und das Schöne ist, es hat sich sogar gelohnt. Mit dieser zufriedenstellenden Erkenntnis und einem Footballabend auf Pro7 Maxx endete die Woche dann für mich – nach holprigem Start insgesamt doch ganz ordentlich.




Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Blogverzeichnis - Bloggerei.de