Weekly Struggle #13

Der Montag war dieses Mal gar nicht so nervig, wie Montage üblicherweise so sind. Denn erstens wachte ich viel frischer auf, als ich es an einem Montag sonst tue, und zweitens wartete am Abend Kult-Moderator Arnd Zeigler in der Markthalle auf uns, denn wir waren mit der Mannschaft zu ersten Live-Show von „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ eingeladen. Zumindest, wenn ich das richtig verstanden habe. Auf jeden Fall war es eine Show, und live war sie auch. Und zu guter Letzt sogar noch ganz lustig, auch wenn er hauptsächlich Youtube-Videos zeigte, die jeder, der einigermaßen zu viel Zeit hat, mit Sicherheit schon das ein oder andere mal auf Facebook gesehen hat.

Glücklicherweise kannte ich zwar viele, aber dann doch nicht alle gezeigten Videos. Dieses Video mit Hauptakteur Michael Rummenigge kannte ich beispielsweise noch nicht.

Als wenn so viel Positives für einen Montag nicht schon fast zu viel des Guten gewesen wäre, kam @victorixo auch noch mit Hamster Manni nach Hause, der ab sofort bei uns abhängt. Nach anfänglicher Skepsis muss ich zugeben, dass er eigentlich ganz cool ist, auch wenn Hamster generell ja nicht unbedingt zu den Tieren gehören, die als besonders cool gelten. Gott sei Dank gibt es Schlimmeres im Leben.

Im Zeichen der Männlichkeit stand dafür der Dienstag, denn am Dienstag las ich zum ersten Mal davon, dass der männlichste aller Männer, Cristiano Ronaldo, seinen eigenen Air Max 97 bekommt. Den Schuh guckte ich mir natürlich direkt mal an, und ehrlich gesagt ist der Mix aus dem edlen Gold mit Flicken und „schlecht“ verarbeiteten Nähten zwar nicht so sehr mein Ding, aber das Storytelling rund um den Sneaker beeindruckte mich dafür aber umso mehr.

Cristiona Ronaldo Air Max 97

Und während ich so vor mich hinträumte und mich fragte, was ich denn bisher falsch gemacht habe, weil ich trotz meines fortgeschrittenen Alters immer noch keinen Signature-Sneaker bekommen habe, hatte ich auf einmal jemanden auf dem Bildschirm, der es definitiv richtig gemacht hatte. Kai Pflaume, den ich als kleines Kind noch wöchentlich bei seiner herzzereißenden Show „Nur die Liebe zählt“ bewunderte, ist mittlerweile nicht nur ein gutes Stück älter, sondern auch ein sehr großes Stück cooler geworden. Vermutlich über seinen Sohn, ist er nämlich zu einem absoluten Hypebeast geworden, das nicht nur Ehrenmitglied in der Streetwear-Gruppe „Verband Botanischer Gärten“ ist, sondern tatsächlich auch Hypestuff wie das Collabo-Shirt von Supreme und Thrasher sein eigen nennt.

Verrückte Welt, so viel Hype an nur einem Tag musste ich erstmal verdauen, indem ich mich früh schlafen legte und lange schlief…

…Natürlich nur, um ordentlich Kraft zu tanken, denn für den Mittwoch hatte ich mir vorgenommen, endlich mal meinen ultimativen Herbst Trend-Report zu schreiben. Das hatte ich mir zwar schon vor Wochen vorgenommen, jedoch im Zuge meiner leichten Herbstdepression, gepaart mit meinem tatsächlich manchmal etwas vollgepackten Alltag, immer wieder verschoben. Das frühe Training am Mittwoch und der damit verbundene freie Abend ließen diesmal aber keinen Platz für Ausreden, und so setzte ich mich diesmal wirklich an den PC und schrieb. Und ich schrieb, und ich fügte Bilder ein, und ich suchte Beispiele raus. So kam am Ende ein Gesamtkunstwerk raus, dass für die meisten vielleicht doch nicht ganz so richtungsweisend sein würde, wie ich es mir vorher erhofft hatte. Dies ließ ich mir aber natürlich nicht anmerken, und kündigte diesen Post vollmundig als „den einzig wahren und ultimativen Trend-Report“ an. Naja, lassen wir das mal so stehen. Für alle, die den Guide noch nicht gelesen haben, hier könnt ihr diesen Fauxpas ausbügeln.

Nachdem ich mich Mittwoch physisch (beim Handball) und psychisch (beim Schreiben) völlig verausgabt hatte, ließ ich es am Donnerstag mal wieder etwas ruhiger angehen. Da kam es gerade Recht, dass ich bislang immer noch nicht dazu gekommen war, mir den neuen Podcast von Paul Ripke und Joko (Alle Wege führen nach Ruhm) anzuhören. Und so war der Donnerstag ein guter Tag, um damit zu starten. Dies stellte sich als brilliante Idee dar, denn die beiden haben tatsächlich ein paar lustige Geschichten und schlaue Tipps auf Lager. Gemixt mit einer gehörige Prise Selbstironie kann man sich den Podcast doch ziemlich gut anhören. Und so hörte ich die erste Folge, hängte die zweite Folge gleich noch hinten ran, und schon war der Nachmittag vorbei.

Als ich dann abends vom Training kam, überkam mich die Idee, mal auszutesten, wer den aktuell zwischen Mc Donald’s und Burger King aufkommenden Hot Dog-Krieg denn wohl gewinnen würde. Mc Donald’s schon mal nicht, denn wie sich rausstellte, haben die den Hot Dog hier in Hamburg gar nicht im Sortiment. Um nicht völlig umsonst gefahren zu sein, bestellte ich mir zumindest zwei Cheeseburger, sparte mir dafür die Fahrt zu Burger King, und fuhr direkt nach Hause, wo ich nach einer halben Stunde wieder Hunger bekam, wie es nun mal immer ist, wenn man bei Mc Donald’s war, und machte mir was Richtiges zu essen.

Und so startete ich zwar nicht besonders ausgeschlafen, dafür aber auch nicht besonders hungrig in den Freitag, arbeitete ein bisschen vor mich hin, machte dies und jenes, um am frühen Nachmittag so langsam ins Wochenende zu starten. Mit leichter Vorfreude auf den Abend, an dem die zweite Doppelfolge Babylon Berlin neue Erkenntnisse zur Serie bringen sollte, musste erst noch die Pflicht erledigt, und trotz mässigen Wetters ein paar Bilder für Instagram gemacht werden. Das ging zum Glück einigermaßen schnell, so dass ich direkt ein erstes Bild postete,

*INSERT PHILOSOPHICAL QUOTE HERE*

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um mich dann schon mal locker aufs Bett zu legen, und mich mit GZSZ auf einen entspannten Serienabend vorzubereiten. Nebenbei philosophierte ich dann doch noch etwas darüber, wann es soweit gekommen ist, dass ich völlig zufrieden am Freitagabend auf dem Sofa liege, statt die Vorzüge des Hamburger Nachtlebens zu genießen, oder zumindest in irgendeinem fancy Burgerladen abzuhängen und Wodka-Mate zu trinken. Und während ich mit mir und meiner Zufriedenheit haderte, schlief ich auch schon völlig erschöpft, mitten in Babylon Berlin Folge 4 ein. Als ich einige Zeit später nochmal kurz aufwachte fühlte ich mich zwar ekelhaft erwachsen, war aber trotzdem ganz glücklich mit dem Verlauf des Abends.

Der Samstag startete für mich erst am Mittag, und das auch nur, weil vor dem Spiel in Schwerin am Sonntag für den Samstag noch ein Training angesetzt wurde. Pünktlich zur Bundesliga Konferenz saß ich aber auch schon wieder auf dem Sofa, diesmal aber immerhin nicht auf meinem eigenen, sondern bei Homeboy Lukas, der zum gemeinsamen Fussballnachmittag geladen hatte. So fühlte es sich auch nur halb so schlimm an, schon wieder den ganzen Nachmittag auf dem Sofa zu verbringen, und ich fuhr nach einer Hamburger Niederlage am Abend, völlig erschöpft vom ganzen auf dem Sofa liegen nach Hause und legte mich ins Bett.

Natürlich nur, um am Sonntag auf ganzer Linie erholt wieder aufzustehen, und erstmal festzustellen, dass ich die Abfahrt meiner Cousine und ihres Freundes verpasst hatte, die ein paar Tage bei uns verbrachten, und die ich schon während ihres Aufenthalts schon kaum bemerkt hatte, weil sie die ganze Zeit unterwegs waren, um Hamburg zu erkunden und sich ein bisschen von dem Frankfurter Großstadtleben zu erholen. So machte ich mich mehr oder weniger direkt auf, um nach Schwerin zu fahren, wo zum Abschluss des Wochenendes nochmal ein bisschen Handball gespielt werden sollte. Dort erlebten wir einen überraschend entspannten Nachmittag, an dessen Ende wir uns mit einem ungewöhnlich hohen Sieg auf die Heimreise machten. Einziger Wehrmutstropfen war, dass wir tatsächlich keinen Kasten Bier in der Kabine vorfanden, was dann doch etwas enttäuschend war. Glücklicherweise hatten wir im Bus vorgesorgt, so dass wir auch dieses Defizit an einem ansonsten perfekten Sportnachmittag ausgleichen konnten.




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