Weekly Struggle #14

Was für eine Woche! Da wir spielfrei hatten, Dienstag das letzte Training der Woche stattfand, welches mit einem rauschenden Kabinenfest abgeschlossen wurde (Danke Lac!), und wir uns den Rest der Woche individuell fithalten durften, hatte ich endlich mal wieder Zeit für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens: Haushalt und Lernen. Und obwohl ich jetzt 5 Tage Zeit dafür hatte, bin ich wieder mal zu keinem der beiden Punkte gekommen. Ziemlich ärgerlich!

Aber von vorne: Am Montag mussten wir trotz des Sieges am Vortag zum Training antreten, was nicht nur aufgrund der Niederlage beim Fußball ziemlich enttäuschend war. Zusätzlich verpasste ich dadurch nämlich auch den einjährigen Geburtstag des ZEITmagazin Mann.

Ärgerlich, aber was soll man machen. Zum Glück gibt es ja in ziemlich genau einem Jahr den zweiten Geburtstag, bei dem ich dann hoffentlich dabei bin.

Der Dienstag begann dann eher ruhig. Um langsam in Schwung zu kommen las ich mich, wie so oft, durch meine eigene kleine Internet-Welt und landete, ebenfalls wie so oft, auf Highsnobiety. Dort fand ich das Interview mit den Machern des Instagram Accounts @diet_prada. Diet Prada hat sich zur Aufgabe gemacht, Copycats der Szene zu finden und zu enttarnen. Zu sehen, wie oft und schamlos in der Szene alles und jeder kopiert wird ist zwar eigentlich ein bisschen uncool und unangenehm, aber eben auch ganz lustig. Vor allem, wenn man sieht, dass sich selbst wirklich bekannte Brands wie Gucci oder Yves Saint Laurent gerne mal bei kleineren Brands „inspirieren“ lassen.

Am Abend stand dann schon das letzte Training der Woche an, das leider genauso endete, wie die Woche begann. Mit einer Niederlage beim Fußball. Zeit, um lange Trübsal zu blasen, war diesmal aber nicht, denn Mitspieler und Co-Trainer Lac hatte zu einem zünftigen Kabinenfest geladen, bei dem er keine Kosten und Mühen scheute und nur die besten Spezialitäten des Kroaten seines Vertrauens kommen ließ. Definitiv eine gute Sache, die unbedingt wiederholt werden sollte.

Der Mittwoch stand dann ganz im Zeichen der Entspannung, und so verbrachte ich, nach erfolgreicher Beendigung meines Tagewerks, den restlichen Tag und den Abend damit, gar nichts zu tun, außer auf dem Sofa zu liegen, schlechte Games auf dem iPhone zu zocken, das Internet abzuchecken, und mir am Abend den zweite Teil des DFB-Pokal-Spieltags reinzuziehen, an dem meine Bremer Jungs mit einer gefühlten 12er-Abwehrkette völlig überraschend mal wieder ein Spiel gewannen. Zufrieden legte ich mich ins Bett und träumte von den guten alten Zeiten. Am Donnerstagmorgen wachte ich dann mit Tränen in den Augen auf, weil mich die Realität wieder einholte und ich feststellen musste, dass Micoud längst in Rente ist, selbst Diego schon seit 8 Jahren nicht mehr in Bremen spielt und Werder aktuell nach 10 Spieltagen immer noch keinen Sieg auf dem Konto hat.

Was soll, es gibt ja glücklicherweise Wichtigeres im Leben. Zum Beispiel die Virgil Abloh x Nike Kollektion „The Ten“, deren Raffles am Freitag losgingen. Da ich mich noch viel zu wenig damit beschäftigt hatte, musste ich erstmal Informationen an Land ziehen, wo und wie ich mir die Chance auf die Teile sichern kann. Überraschenderweise gleich bei 5 Stores hier in Deutschland. Und was noch überraschender ist, dass alle 5 Stores in Berlin sind. Ein paar Stores in anderen Großstädten (Hamburg wäre zum Beispiel ganz nett gewesen) wären auch ganz cool gewesen, aber was soll’s. Da ich bei Raffles sowieso traditionell kein Glück habe, macht es auch keinen Sinn, sich darüber aufzuregen, dass ich mich im unfassbar unwahrscheinlichen Fall eines Raffle-Gewinns ganz nach Berlin aufmachen müsste.

Schlecht gelaunt aufgrund meiner sicheren Raffle-Niederlage machte ich mich noch am Abend auf, um den völlig verfrühten Frust mit fettigem Cheeseburger und kalter Selfmade Lemonade beim Burgermann meines Vertrauens zu ertränken. Das funktionierte so gut, dass ich mal wieder viel mehr aß, als eigentlich gut für mich war, und am Ende des Abends mit leichten Bauschmerzen völlig zufrieden und geschafft heimkehrte.

Glücklicherweise übertrug sich die gute Laune auch noch auf den nächsten Tag, so dass ich am Freitag trotz der drohenden „Niederlage“ pünktlich um 10 Uhr an den Raffles teilnahm und jetzt voller Spannung auf die Nachricht von zumindest einem der Stores warte.

Danach las ich dann auf dandydiary.de davon, dass Zara mal wieder irgendwo Designs geklaut hatte, und fand das zwar unschön, aber bei der Häufigkeit, in der Zara irgendow irgendwas kopiert, ist das jetzt nun wirklich keine Schocknachricht mehr. Uncool bleibt es natürlich trotzdem, vor allem weil es mit Boris Schmitz einen Studenten (Uni Köln) erwischte, der mit Sicherheit nichts gegen eine gerechte Bezahlung für seine Designs einzuwenden hätte.

Erfreuliche Nachrichten lieferte dafür mein persönlicher Deutschrap-Gott Favorite, der mit seinem neuen Song „On The Mission“ mal wieder von sich hören ließ und dabei ordentlich ablieferte. Ich bin jetzt schon ganz aufgeregt auf das Album und höre „On the Mission“ bis dahin in Dauerschleife.

Nach einer gefühlten Ewigkeit ging es dann am Abend mal wieder ins Kino, wo nicht nur ordentlich was los war, sondern auch noch Teile der Belegschaft streikten, was sich vor allem an der Popcorn-Theke bemerkbar machte. Hielt sich aber alles im Rahmen, und da der „Filmanmacher“ glücklicherweise nicht zu den Streikenden gehörte, lief zumindest filmtechnisch alles glatt. Wir guckten Fack ju Göhte 3. Vor allem natürlich, weil wir die ersten beiden Teile schon gesehen hatten und ja jetzt auch wissen mussten, ob die Crew um Danger und Chantal denn nun wirklich das Abi schaffen, was realistisch gesehen natürlich ziemlich absurd wäre.

Egal, obwohl der Film ganz lustig war ist das absolute Highlight in Zusammenhang mit dem 3. Fack ju Göhte Teil leider keine Filmszene, sondern definitiv das Interview von Thore Schölermann mit Farid Bang auf der Premiere. Ziemlich unangenehm! Und genau deshalb gehört es genau hier her:

Zurück zum Freitag: Der endete nämlich genau wie der Donnerstag, mit einer großen Ladung innerer Zufriedenheit es mal wieder ins Kino geschafft zu haben, und einer ähnlich großen Ladung Bauchschmerzen. Hatte ich zu Beginn des Films noch schlechte Witze darüber gemacht, wie man denn so eine Portion Popcorn schaffen solle, kristallisierte sich im Laufe des Films heraus, dass es mit dem nötigen Ehrgeiz doch eventuell machbar sein könnte. Also tat ich, was ich konnte, schaffte es am Ende doch nicht ganz, hatte aber zumindest ein leichtes bis mittelheftiges Völlegfühl, das ich auch bei meinem lockeren Lauf durch den Stadtpark am nächsten Morgen noch mehr als deutlich spürte. Dementsprechend schleppte ich mich mehr schlecht als recht durch den Park, ließ mich von Männern und Frauen überholen, die mit Sicherheit doppelt so alt wie ich waren, und war mehr als froh, als ich irgendwann völlig entkräftet zu Hause ankam.

Da ich den restlichen Tag aber die meiste Zeit sitzen sollte, war ich doch sehr froh, mich zumindest aufgerafft und ein bisschen bewegt zu haben. Am späten Nachmittag ging es nämlich todesmutig, trotz Orkanwarnung, mit dem Auto nach Kiel, wo mein kleiner Bruder Poki am Abend ein Handballspiel bestreiten sollte. Da er seit Sommer in Berlin weilt und dementsprechend selten in den Norden reist, wollte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Und obwohl er nach der etwas unnötigen Niederlage doch ein bisschen schlecht gelaunt war, war es doch ein schönes Wiedersehen, das schon nächsten Samstag wiederholt wird. Da spielt er mit seiner Mannschaft nämlich bei uns in Hamburg.

Den Sonntag verbrachte ich dann größtenteils damit, das Schreiben dieses kleinen Wochenrückblicks vor mir herzuschieben, was dazu führte, dass ich jetzt hier um 22 Uhr sitze, vor mich hinschreibe und darauf warte, dass die nächste Woche beginnt, in der ich den Reformationstag endlich mal wieder so richtig ausgiebig feiern kann.




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