Weekly Struggle #18

Eine Woche, in der ich hier, Weekly Struggle ausgeschlossen, absolut nichts auf die Reihe bekommen habe, muss eine stressige Woche gewesen sein. Ehrlich gesagt war sie das aber gar nicht! Viel mehr schafft mich der nahende Winter gerade. In Zeiten, in denen es um 16 Uhr schon dunkel ist, fällt es mir von Tag zu Tag schwerer, produktiv zu bleiben.

Aber von vorne: Der Montag stand ganz im Zeichen der Nike x Off White Collabo „The Ten“, die am Nachmittag über die Snkrs App von Nike gerestocked wurde. War wie immer ein kurzes Vergnüngen, und jeder, der ein Paar der Kollektion ergattern wollte, brauchte eine Menge Glück. Unglaublicherweise hatte ich dieses Glück, und bekam den Presto sogar in meiner Größe. Ein unfassbares Gefühl, das ich so noch nicht kannte! Bisher habe ich noch bei jedem Release, das mich interessierte, den Kürzeren gezogen. Hochmotiviert versuchte ich, auch noch eines der anderen Paare zu ergattern, kassierte aber ein L nach dem anderen, und war trotzdem noch sehr glücklich. Noch ein Paar wäre vermutlich auch zu viel des Guten gewesen.

Immer noch beseelt vor Glück startete ich in den Dienstag, und wurde schon am Morgen fast vor Mails erschlagen, die mir den Beginn der „Black Friday Deals“ vorhersagten. Dieses ganze Black Friday Marketing zog bei mir natürlich komplett, vor allem der 30% Discount bei Caliroots hatte es mir angetan. So schlenderte ich durch die virtuellen Einkaufsstraßen, warf hier ein Teil in meinen Einkaufswagen und da ein Teil, und am Ende hatte ich trotz der ganzen Discounts viel mehr ausgegeben, als ich eigentlich vorhatte, war aber trotzdem ein glücklicher Mensch. Manchmal kann man Glück eben doch kaufen.

Dass man aber Geschmack nicht unbedingt kaufen kann, bewies mir am Mittwoch Youtuber ApoRed. Durch einen ordentlichen Zufall landete ich bei einem seiner aktuellen Videos mit dem Titel „Wie viel ist dein Outfit wert“, das in kürzester Zeit über 500.000 Views erreicht hat. Für alle, die es nicht wissen: Solche Videos sind aus irgendeinem mir nicht verständlichen Grund momentan extrem angesagt! Wie der Titel fast schon verrät, läuft er in dem Video durch die Hamburger Innenstadt und spricht junge Leute an, die ihm dann erzählen, wie viel die einzelnen Teile ihres Outfits denn kosten. Im Zeitalter der Hypebeasts ist es zwar wenig erstaunlich, dass Leute öffentlich dafür abgefeiert werden, wenn sie besonders teure Outfits tragen, wahnsinnig cool ist es aber trotzdem nicht. Vor allem, wenn die Outfits teilweise auch komplett nichts besonderes sind. Vielleicht bin ich aber auch einfach zu alt für diesen Kram.

Wer sich selbst mal einen Eindruck dieser „Wie viel ist dein Outfit wert“-Videos machen will, um dann über die verkommene Jugend meckern zu können, hier gibt es die Gelegenheit dazu:

Am Donnerstag hatten wir freundlicherweise mal trainingsfrei, was eine ziemlich gute Sache war. Denn so hatte ich mal wieder Zeit für die wirklich schönen Dinge des Lebens, und so saß ich zu einer Zeit, in der ich normalerweise vogelwild durch die Halle tobe, ganz entspannt beim Italiener meines Vertrauens, lies mich von italienischen Klängen und überragender Pasta verwöhnen und war insgesamt ein ziemlich glücklicher Mensch. So leicht kann das Leben manchmal sein! Wie schnell sich das Glück aber wenden kann, lernte ich schon kurze Zeit später, als ich bei strömendem Regen den Heimweg antrat – natürlich ohne Kapuze oder Regenschirm.

Schon am nächsten Tag stand dann eine ziemlich schwere Entscheidung an. Denn der Nike x Off White Presto kam bei mir zu Hause an. Und obwohl er mir nicht so richtig gut stand, war ich mir nicht so sicher, ob ich ihn nicht trotzdem behalten sollte, da der Schuh meine Street Credibility auf jeden Fall um ein Vielfaches steigern würde. Und so überlegte ich hin, überlegte her, entschied mich am Ende aber doch, erstmals in das Resell-Game einzusteigen. So stellte ich den Schuh bei Stockx ein. Finanziell eine ziemlich gute Sache, denn den aus meiner Sicht doch etwas übertriebenen Preis zahlte ein Interessent schon nach wenigen Minuten. Mir dämmerte zwar, dass der Preis vielleicht doch nicht so übertrieben war, wie ich zuerst dachte, hatte aber trotzdem ein schlechtes Gewissen. Bislang hatte ich Reseller ja immer zum Teufel gewünscht, und jetzt war ich selbst so einer. So haderte ich lange Zeit mit mir, muss aber auch zugeben, dass ich (Kryptowährungen mal ausgeschlossen) selten so einfach Geld verdient hatte. Ich entschloss mich trotzdem, es bei diesem einen (sehr erfolgreichen) Ausflug in die Welt der Reseller zu belassen, und stattdessen zukünftig wieder überlegen und abfällig mit dem Kopf zu schütteln, sollte ich auf einen Reseller treffen.

Das Wochenende stand dann ganz im Zeichen der Familie. Es ging nämlich nach Flensburg, wo nicht nur mein Bruder seinen Geburtstag feierte, sondern ich auch noch zum Handballspielen verabredet war. Oder zumindest zum Dabeisein. Wie auch immer, das Spiel war ziemlich spannend, es ging auf und es ging ab, und endete am Ende mit einem Unentschieden, was so wohl auch in Ordnung ging.

Danach stand dann der Geburtstag meines Bruders in der Flensburger Innenstadt an. Was soll ich sagen, ich toppte meine Nicht-Performance beim Handball nochmal und gab auf, bevor es losgegangen war. Kurz gesagt: Ich fuhr erst gar nicht zu der Party, schlief völlig übermüdet um 23 Uhr ein und fühlte mich zwar ziemlich gut, aber auch unfassbar alt, als ich am nächsten Morgen aufwachte. Ohne Kater, nicht mal ansatzweise übermüdet, sondern komplett ausgeschlafen und voller Tatendrang. Was ist bloß aus mir geworden…




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