Weekly Struggle #23

Es war tatsächlich schon wieder der letzte Montag des Jahres, als ich im Auto auf der Autobahn saß, und wieder Richtung Hamburg fuhr. Kurz zuvor hatte ich noch mit meiner Familie bei meinen Großeltern gesessen und mich so vollgefressen, dass es mir schleierhaft war, wie ich nur zwei Stunden später mit meinen Teamkollegen durch die Volksbank Arena turnen sollte. Noch war aber glücklicherweise etwas Zeit, und so widmete ich mich während der ziemlich eintönigen Fahrt über die A7 erstmal Jugo Ürdens. Den Wiener Rapper hatte ich erst am Morgen in einem Vice-Interview kennengelernt und wollte mal abchecken, was der so drauf hat. Meiner Meinung nach ziemlich viel, und so ging es kopfnickend nach Hamburg, wo ich noch schnell einen Zwischenstopp am Flughafen machte, um Mitspieler Fuchsi abzuholen, dessen Vertrauen in die Pünktlichkeit des Flugverkehrs ich ziemlich beeindruckend fand. Immerhin wurde er dafür belohnt und so schafften wir es tatsächlich rechtzeitig zum Training, dass ich mehr schlecht als recht mit ganz ordentlichen Bauchschmerzen hinter mich brachte. Die drei Gänge Nachtisch von meiner Oma am Nachmittag waren, wie schon befürchtet, eben 1-2 Gänge zu viel.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag stand dann unser Weihnachtsspiel an, dass wir, wie schon im letzten Jahr, in der Barclaycard Arena bestritten. Lustig, wie sehr die Menschen nach Weihnachten scheinbar wieder aus dem Haus wollen. Dennes verirrten sich in diesem Jahr tatsächlich knapp 10.000 Menschen in die Arena – zu einem Drittligaspiel. Verrückt! Und die 10.000 sahen dann auch einen recht überzeugenden Sieg, so dass der Großteil hoffentlich auf seine Kosten gekommen ist.

Später am Abend ging es dann, mehr oder wenige geschlossen, zur X-Mas Party ins East, wo wir den ein oder anderen Gin vernichteten, ziemlich viel dummes Zeug redeten und insgesamt eine gute Zeit hatten. Für mich selbst völlig überraschend, schaffte ich aber trotz der Freigetränke und der sehr guten Party rechtzeitig den Absprung, so dass ich am Mittwoch ohne Kater aufwachte und einen glücklichen Tag erlebte, an dem aber trotzdem nicht so wahnsinnig viel passierte.

Da mir der Mittwoch aber trotzdem ziemlich gut gefallen hatte, und es ja auch nicht das Schlechteste ist, nach der stressigen Weihnachtszeit mal ein bisschen zu entspannen, wiederholte ich das Ganze am Donnerstag gleich nochmal und lag den Großteil des Tages auf dem Sofa. Und während ich so dalag, surfte ich durch die Online Stores und war ziemlich begeistert, wie viele Stores (an vorderster Front Caliroots mit einem überzeugendem Sale) gerade mit wunderbaren Angeboten am Start sind.

Und so shoppte ich vor mich hin, vergaß die Zeit und ehe ich mich versah, war schon wieder Freitag und die Woche und das Jahr fast wieder vorbei. Also startete ich mal so langsam mit den Vorbereitungen auf das neue Jahr, checkte nochmal die ganzen Jahresrückblicke, um auch ja alle wichtigen Events aus 2017 abgespeichert zu haben (#bestnine) und versuchte mich dann an einem eigenen Rückblick. Noch bevor ich damit aber nur halbwegs fertig war, hatte ich schon wieder genug und verwarf die Idee. Jahresrückblicke gab es ja nun wirklich genug, da sollte ich mir lieber etwas Kreativeres einfallen lassen, so sagte ich mir. Da mir aber nichts Kreativeres einfiel, ließ ich es eben ganz und widmete mich wieder den Silvestervorbereitungen, die mich allerdings nicht so wirklich in Anspruch nahmen, da wir bei meinem Mitspieler Peve und seiner Frau eingeladen waren und eigentlich gar nichts hätten machen müssen. Das schlechte Gewissen trieb vor allem @victorixo, ein bisschen aber auch mich, dann doch noch zum nächsten Einkaufscenter, wo wir für horrende Summen Antipasti kaufen, damit wir wenigstens ein bisschen was mitbringen würden. Denn das gehöre sich ja so, sagte die gut erzogene Hälfte meines Ichs, während die andere Hälfte den Trip ob der vollen Geschäfte als ziemlich unnötig empfand und völlig genervt wieder zurück aufs Sofa wollte.

Auch das überstand ich aber, so dass wir uns am Sonntag dann auf den Weg ins idyllische Buxtehude machen konnten, wo wir einen ziemlich entspannten, und gerade deshalb ziemlich gelungenen Silvesterabend verbrachten. Fernab von all den Parties, auf denen die Leute viel zu viel Geld ließen, um am Ende aufgrund der völlig überzogenen Erwartungshaltung trotzdem enttäuscht nach Hause zu fahren.




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