Weekly Struggle #25

In der zweiten Woche des Jahres hatte mich der Alltag schon am Montag wieder eingeholt. Keine Feiertage mehr, und auch der Trainingsalltag startete nach der größtenteils freien Vorwoche direkt zu Wochenbeginn wieder. So stand ich also wieder in der Halle, versuchte mühevoll meinen Körper nach der Weihnachtszeit und dem Grünkohlessen am vorangegangenen Samstag wieder in Schwung zu bringen, was mit dem Sieg beim Aufwärm-Fußball zumindest einigermaßen gelang. Hätte ich schon da gewusst, dass das der für lange Zeit letzte Sieg für Team Alt sein sollte, hätten wir den Sieg vermutlich mehr ausgekostet, aber wer hätte ahnen können, dass wir schon einen Tag später in einem tiefen Loch stecken würden, aus dem wir in der Woche auch nicht mehr rauskommen sollten.

Den Dienstag startete ich dann sehr ausgeschlafen und somit auch sehr gut gelaunt, was ja grundsätzlich schon mal kein schlechter Start war. Und da ich so wahnsinnig Lust hatte, irgendwas zu machen, setzte ich mich mal wieder vor meinen PC und schrieb ein bisschen was. Das hatte ich in letzter Zeit, mit Ausnahme des Weekly Struggles, viel zu selten gemacht. Mein kleiner Beitrag zum Rassismus-Skandal von H&M war da ein erster Schritt raus aus dem Motivationsloch und dazu auch noch recht spannend, weil es zu dem Thema 1000 unterschiedliche Meinungen gab. Abschließend beantworten konnte ich die Frage, ob das Sweatshirt mit dem dunjelhäutigen Jungen als Model denn jetzt Rassismus sei, oder ob es viel mehr Rassismus wäre, wenn er das Sweatshirt nicht hätte tragen können, aber auch nicht. Zumindest bin ich aber zu dem Ergebnis gekommen, dass die ganze Geschichte sehr, sehr dumm sei.

Nachdem am Dienstag die negativen Schlagzeilen rund um H&M für die größte Furore sorgte, war es am Mittwoch der BVG x Adidas Sneaker, dessen Release angekündigt wurde, was für einiges an Aufsehen sorgte. Denn der Sneaker ist nicht einfach ein normaler Schuh, sondern hat zusätzlich eine Jahreskarte für die Berliner Verkehrsbetriebe integriert, was eine ziemlich coole Idee war, welche dementsprechend abgefeiert wurde. Und so las ich mir sämtliche Kommentare zu dem Sneaker durch, und war dann doch nicht so wirklich interessiert, da ich weder die Fahrkarte gebrauchen konnte, noch den Sneaker außergewöhnlich cool fand.

BVG x Adidas Sneaker

Und so zog ich weiter durch die Weiten des Internets, surfte hier und surfte da, und landete am Ende wie immer bei den sinnlosesten Videos, dümmsten Artikeln, und bildete mich hauptsächlich in der Kategorie „Unnützes Wissen“ weiter. Da ich in diesem Bereich mittlerweile aber schon besser ausgebildet bin, als in jedem anderen, beendete ich meine Tour irgendwann und schnappte mir @victorixo, um mal wieder in das echte Leben einzutauchen. So ging es dann ins Bistro Winterhude, denn seit unserem letzten Besuch war schon wieder viel zu viel Zeit vergangen, was der Laden nun wirklich nicht verdient hatte. Wie in jedem Restaurant starrte ich also wieder minutenlang auf die Speisekarte, überlegte hin und überlegte her, nur um mich am Ende dann doch wieder für mein Stammgericht zu entscheiden, was im Bistro Tagliatelle al Salmone sind. Denn obwohl ich mir sicher war, dass es dort noch viele weitere sehr gute Gerichte geben würde, hatte ich es noch nie geschafft, dort etwas anderes zu bestellen. Und auch dieses Mal war mir das Risiko zu groß.. Also ließ ich mir mal wieder die Nudeln schmecken, die ich immer aß, war ein sehr glücklicher Mensch, und fand mich damit ab, dass ich halt ein ziemliches Weichei mit fehlendem Hang zum Risiko bin. Zumindest, wenn es um Essen geht.

Am Donnerstag wachte ich (zumindest beinahe) mit einem Kribbeln im Bauch auf, so sehr freute ich mich auf die nächste Episode von „Get the Fuck out of my House“, die am Abend auf Pro7 ausgestrahlt werden sollte.

Bis es soweit war, beschäftigte ich mich zum ersten Mal so wirklich mit der Fashion Week Berlin, die für die kommende Woche terminiert war, und zu der ich es leider nicht schaffen würde. Trotzdem wollte ich natürlich wissen, was dort so geplant war, und so las ich mich durch den Veranstaltungskalender, befand die Auswahl der Shows und Events aus irgendeinem Grund für besser als noch im vergangenen Sommer, und war auch deshalb noch ein bisschen mehr genervt davon, dass ich es nicht nach Berlin schaffen würde.

Spätestens, als ich am Abend vom Training nach Hause kam, und auf Pro7 sah, wie ca 150 Menschen in einem Haus lebten, nur um ein bisschen Zeit im Fernsehen und die kleine Chance auf 100.000€ zu bekommen, war ich aber wieder komplett glücklich, da es ja doch viel schlimmere Schicksale gab, wie mir eindrucksvoll vor Augen geführt wurde.

Und so wachte ich am Freitag auch gleich viel zufriedener auf, als ich es noch am vorherigen Nachmittag gewesen war, verbrachte den Tag mit diesem und mit jenem, bevor ich dann um 19:45 nach dem Training auf dem Sofa lag und mir endlich mal wieder GZSZ reinzog und gemütlich das Wochenende einläutete.

Das war auch notwendig, da der Samstag ganz im Zeichen des Sports stand, was erholt ja bekanntlich am besten funktioniert. Erst ging es gegen Mittag los in Richtung Springe, wo mit dem HSV Hamburg das Spitzenspiel der 3. Liga Nord stattfand. Traditionell fand ich mich zwar nicht auf dem Spielfeld wieder, war nach dem Spiel, das nach 40 Minuten schon fast gewonnen war, dann aber doch nochmal unnötig spannend wurde, und der damit verbundenen emotionalen Achterbahnfahrt aber doch ziemlich fertig.

So ging es dann, mehr oder weniger erschöpft, zurück nach Hamburg, wo direkt nach Ankunft das nächste sportliche Highlight anstand. Nachbar und Homeboy Jona hatte nämlich zum Dartturnier geladen, und dafür ein qualitativ nicht sehr hochwertiges, dafür aber sehr unterhaltsames Teilnehmerfeld zusammengestellt. Trotz der überschaubaren Qualität schaffte ich es, diese nochmal deutlich nach unten zu ziehen und wunderte mich über mich selbst, da im Lauf der Zeit nun wirklich gar keine Verbesserung meiner Fähigkeiten am Dartpfeil einzusetzen schien, was normalerweise ja gar nicht möglich sein sollte. So warf ich in die 5, als ich die 20 Treffen wollte, warf in die 1, als ich es nochmal versucht, und warf beim dritten Versuch einfach über das Dartboard. Es lief zwar glücklicherweise nicht jeder Durchgang so ab, aber meine Motivation für das Spiel sank doch rasant, was ich aber glücklicherweise durch den Konsum mehrerer Biere wieder ausgleichen konnte, so dass ich trotz mäßiger sportlicher Leistung irgendwann mitten in der Nacht in mein Bett fiel, aus dem ich auch den kompletten Sonntag nicht wieder rauskam.




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