Weekly Struggle #26

Nachdem der letzte Wochenrückblick, in dem ich eigentlich von viel zu fancy Drinks auf völlig überfüllten Parties (oder zumindest von der Schlange vor der Tür) berichten wollte, stattdessen aber in Hamburg im ganz normalen Alltagstrott feststeckte, geht es jetzt voller Tatendrang wieder los.

Und so startete ich in den Montag, der nach unserem kleinen sonntäglichen Ausflug in die Lübecker Hansehalle, von dem ihr nichts wissen könnt, weil hier eben nichts dazu stand, handballfrei war. Und so genoß ich den freien Abend, schaffte es gerade so vom Bett zum Kühlschrank und wieder zurück, und widmete mich voll und ganz der Regeneration von einfach allem, was momentan so stresste, obwohl es in letzter Zeit gar nicht mal so viel Stress gab, von dem ich mich erholen musste. Und so langweilte ich mich dann auch ziemlich schnell, raffte mich auf, und ging tatsächlich eine Runde um den Stadtpark joggen, um zumindest etwas Produktives getan zu haben. Verrückt, was Langeweile so mit einem anstellen kann.

Der Dienstag stand dann ganz im Zeichen der Vorbereitung auf Lady Gaga. Denn die trat am kommenden Mittwoch in der Barclaycard Arena auf, und obwohl ich bislang nur ca. 4 Lieder von ihr kannte, hatte ich für @victorixo und mich Karten besorgt.

Da ich nicht ganz ahnungslos zu dem Konzert gehen wollte, las ich also Interviews und alle möglichen Artikel über sie, hörte ihre Alben auf Spotify rauf und runter und kam am Ende des Tages zu der Erkenntnis, dass ich sie zwar unfassbar cool finde, ihre Musik aber nicht so wirklich mein Ding sei. Auf das Konzert freute ich mich natürlich trotzdem. Und so standen wir also am Mittwochabend um 18 Uhr, rund 1 1/2 Std. vor eigentlichem Konzertbeginn, auf unseren Plätzen und warteten. Da 1 1/2 Std. eine lange Zeit sind, und Lady Gaga sich noch weitere 1 1/2 Std. Zeit ließ, um letztendlich die Bühne zu betreten, hatten wir noch eine Menge Zeit in der Arena.

Zeit, die wir hauptsächlich damit verbrachten zu testen, wie viel Geld man dort wohl (abgesehen von den 130€ pro Ticket) ausgeben kann. @victorixo kaufte sich als ultimatives Fangirl natürlich ein Fanshirt, ich konterte mit einem Hot Dog und drei Stücken Pizza. Das ließ @victorixo natürlich nicht auf sich sitzen, legte mit Popcorn nach, und danach gleich noch mit Nachos, die ich mir dann aber größtenteils gönnte. Zusammen mit diversen Getränken schafften wir es, noch vor Konzertbeginn ungefähr 2000€ auszugeben. Zusätzlich war mir dann pünktlich zu Beginn der Show ein klein wenig unwohl.

Machte aber gar nichts, denn die Show die Lady Gaga dann mit ihrer Crew aufs Parkett zauberte, war einfach nur überragend, so dass ich meine körperlichen Mängel vergaß und stattdessen damit beschäftigt war, so viele coole Momente in meine Instagram Story zu packen. So verpasste ich zwar einen Großteil der Show, aber so macht man das nun mal heutzutage. Und da das ganz gut klappte, ging ich am Ende ziemlich zufrieden, aber auch ziemlich fertig nach Hause und schlief mit einem ordentlichen Tinnitus im Ohr ein.

Völlig fertig vom Abend zuvor verbrachte ich den Donnerstag vor allem damit, mich durch das Internet zu kämpfen, um abzuchecken, was ich in der vergangenen Woche so verpasst hatte, in der ich größtenteils auf den Konsum von sozialen Medien usw. verzichtet hatte.

Viel wirklich ernsthaft Wichtiges verpasst hatte ich natürlich nicht, aber das Tour Mixtape von Sido & Kool Savas hätte ich mir schon gerne direkt reingezogen. Beeindruckend war vor allem, dass sogar im Deutschrap mittlerweile über Kryptowährungen gerappt wird. Verrückte Welt! Und hoffentlich ein Zeichen dafür, dass die Coins bald in der Mitte der Gesellschaft ankommen, die Preise steigen und ich unfassbar reich werde. Drückt mir die Daumen!

Und während ich so vor mich hinträumte, verpasste ich fast den Start ins Wochenende. Denn es war schon wieder Freitag, und das ist ja nun mal ein sehr guter Tag. Frühes Training um 17:30 Uhr, so dass ich pünktlich zu GZSZ wieder auf dem heimischen Sofa saß, meine vom Bistro um die Ecke gelieferten Tagliatelle mit Lachs inhalierte und das Wochenende komplett durchplante. Tausend schöne Dinge, von denen ich natürlich ungefähr gar nichts in die Tat umsetzte, da ich vollauf damit beschäftigt war, meinen Charakter bei NBA 2k18 auf der Playstation in Form zu bringen, um irgendwann mal in das mannschaftsinterne 2k18 Team aufgenommen zu werden.

Immerhin schaffte ich es aber noch, den Controller aus der Hand zu legen, um am späten Sonntagnachmittag den Weg nach Eppendorf anzutreten, wo Großonkel Klaus seinen 80. Geburtstag beim wahrscheinlich besten Vietnamese der Stadt (reine Vermutung ohne stichhaltige Beweise) feierte. Da saß ich also mit viereckigen Augen, schlürfte meinen Mai Thai, stopfte alles in mich rein, was auf dem extrem coolen runden Drehtisch so an mir vorbeigesaust kam und fühlte mich mal wieder in meiner Meinung bestätigt, dass es doch nichts Besseres gibt, als unsere kleinen Familienfeiern.




Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Blogverzeichnis - Bloggerei.de