Weekly Struggle #27

Nachdem ich am Montagmittag noch leicht gerädert aufwachte, da ich in der Nacht von Sonntag auf Montag erst um 5 Uhr ins Bett kam, ließ ich das Frühstück für diesen Tag erstmal wegfallen. Grund dafür war der Abend und die Nacht vorher, in der wir mit ein paar Leuten bei meinem Handballkollegen Forsti zum Super Bowl zu Gast waren und in seiner Wohnung nicht nur eine ziemlich coole und gemütliche Location vorfanden, sondern auch Unmengen an gutem Essen, so dass ich bis in den Montagnachmittag hinein nicht einen Gedanken an Essen verschwenden musste. Um zumindest so langsam wieder in Schwung zu kommen, ging es dann raus auf die Straße und von da in die Innenstadt, wo ich auf der Suche nach neuen Hosen zum Glück schnell fündig wurde. So nahm ich die Hosen, ohne sie anzuprobieren, mit und fuhr zufrieden nach Hause. Leider währte die Freude aber nur kurz, denn zu Hause probierte ich die Hosen dann doch mal an und merkte schnell, dass ich mich doch etwas schmaler geschätzt hatte, als ich tatsächlich bin, weshalb mir meine beiden so geliebten Neuerwerbungen natürlich nicht passten. Nicht mehr ganz so glücklich legte ich mich aufs Sofa, ärgerte mich über mich selbst und ließ den Tag mit einem Kopfschütteln ausklingen.

Dieses am Montag noch so groß erscheinende Problem wirkte dann am Dienstag wie das kleinste Problem der Welt, denn am Dienstag kam eine viel größere Herausforderung auf mich zu. Und zwar wollte ich den Nachmittag entspannt vor dem Fernseher verbringen, stellte aber mit Schrecken fest, dass Kabel Deutschland eine Störung hatte und ich so weder auf die normalen Programme, noch auf Sky zugreifen konnte. Nachdem ich die verzweifelten Versuche, den Fernseher irgendwie zum Laufen zu bringen, aufgab, und mich fühlte wie mein 8-jähriges Ich, das alleine in seinem Kinderzimmer saß und nichts mit sich anzufangen wusste, kam mir doch noch der entscheidende Geistesblitz. Vor einiger Zeit hatte ich nämlich von diesem Netflix gehört, von dem momentan so viele Leute schwärmten, und so entschloß ich mich, es doch mal mit Netflix zu versuchen.

Was soll ich sagen, damit ist der Rest der Woche eigentlich schon erklärt. Völlig überwältigt von den unzähligen Serien, Filmen und Dokumentationen, klickte ich mich durch mein neues Netflix-Universum, wusste nicht, was ich zuerst gucken sollte und war schlussendlich einigermaßen überfordert mit der riesigen Auswahl. So beließ ich es erstmal dabei, widmete mich den wichtigeren Dingen wie Highsnobiety, dem Pausemag und dem nss Magazine, um mich über die wichtigsten Neuigkeiten der Modewelt zu informieren.

Am Mittwoch und Donnerstag passierte dann nicht wirklich viel berichtenswertes. Der Alltag bestimmte meine Tage, ich machte dies und das, landete abends beim Training und nutzte die Zeit zwischendurch immer mal wieder, um in die für mich immer noch unfassbar riesige Netflix-Welt einzutauchen. Ich begann mit der 7. Staffel Californication, sprang von da zur ersten Staffel Modern Family, die ich bei meinem letzten Berlin-Trip schon mal mit Brudi Poki angefangen hatte, und bin dort jetzt auch erstmal hängen geblieben. Was natürlich nicht heißt, dass ich für andere Serientipps nicht dankbar bin. Ich bin mir durchaus bewusst. dass ich einiges nachzuholen habe.

Am Freitag ging es dann nach Kiel, wo wir mit dem HSV Hamburg zum Spitzenspiel beim Tabellenzweiten der 3. Liga Nord antraten und nach einem großartigen Spiel, das ich mir mit meinen beiden Homeboys und Jungspunden Kleineidam und Axmann begeistert von der Seite anschaute, beide Punkte nach Hamburg entführten und unsere Position an der Sonne damit festigten. Als ich mir nach dem Spiel dann @victorixo schnappte und wir uns zusammen in meine Heimat nach Flensburg aufmachte, ärgerte ich mich dann doch ein bisschen, dass wir nicht mit den anderen nach Hamburg zurückfahren konnten, da wir mit Sicherheit eine ziemlich gute Party verpasst hatten. Naja, immerhin meine eigene Schuld.

Am Samstag stand ich dann, immerhin nicht verkatert auf, und wir entschieden spontan, nach Dänemark, genauer gesagt nach Kolding ins Storcenter zu fahren, um den Frust der verpassten Party ein bisschen wegzushoppen, was auch ganz gut klappte. Am Nachmittag ging es dann schon wieder in die Sporthalle, wo mein ins Exil nach Berlin ausgewanderter Bruder Poki mit seinen Brandenburger Spielkameraden beim Flensburger Handballverein DHK zu Gast war. In einem Spiel, in dem die eine Mannschaft nicht so wirklich konnte, die andere das Spiel fast schon gewonnen hatte, dann aber doch nicht mehr wollte, war zumindest positiv, dass dies der Anlass war, der Poki mal wieder in die Heimat führte. Immerhin etwas..

Im Anschluß ging es dann wieder zurück nach Hamburg, wo ich jetzt am Sonntagabend im Bett liege und mich von all dem Nichtstun, unterbrochen von einem kleinen Lauf um den Stadtpark (der Sommer steht fast schon wieder vor der Tür), erhole und mich darüber wundere, wie schnell die Woche schon wieder vorbei ging.




Eine Antwort zu “Weekly Struggle #27”

  1. Ramona Wilke sagt:

    Die Party nach dem Spiel am Freitag war in Hamburg bestimmt gut, aber Familie und Heimat tut der Seele auch mal gut

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