Weekly Struggle #5

Es ist Sonntag, 23 Uhr, und auf Pro7 läuft Gesetz der Rache. Ich wollte meinen traditionellen Wochenrückblick eigentlich schon vor Stunden fertigschreiben und ärgere mich, dass ich jetzt erst anfange. Aber da Karma ’ne Bitch ist, gab’s die Quittung für meine Faulheit schon vorab und die eben angekommenen Nudeln vom Chinesen schmecken pappig wie lange nicht. Naja, was soll’s, so spare ich mir zumindest die Kohlenhydrate. Schadet mir bestimmt nicht.

Aber genug von meiner aktuellen Gemütslage, los geht’s mit der vergangenen Woche. Montag mussten mal wieder ein paar Fotos für Instagram gemacht werden, das war zumindest mir klar. Wem das nicht so klar war, war @victorixo, die die Fotos machen sollte. Nach kurzer Diskussion einigten wir uns darauf, dass ich sie in die Locanda zum Essen einlade, und ich im Gegenzug meine Fotos bekomme. Und so saßen wir um 16 Uhr, überraschenderweise komplett alleine in dem Laden, staunten erst über die vielen Weinflaschen in den Regalen, und später über das wie immer überragende Essen.

Und nachdem wir fertig waren, bekam ich tatsächlich meine Bilder, was dazu auch noch schneller ging als erwartet, so dass wir am Ende beide ziemlich zufrieden, und zusätzlich auch noch ziemlich satt nach Hause fuhren.

Der Dienstag plätscherte dann so vor sich hin, und als ich am Nachmittag schon mit nichts mehr rechnete und mich auf das abendliche Training vorbereitete, flatterte das neueste Dandy Diary Projekt in meine Facebook-Timeline und erhellte den ansonsten doch recht langweiligen und trostlosen Tag. Die beiden Jungs (oder vielleicht auch eine/r der zahllosen Praktikanten/Praktikantinnen) sind, inspiriert von Hans Eijkelboom’s Werk „People of the 21st Century“, auf die geniale Idee gekommen, den Spaß mal auf die sogenannte „Influencer-Szene“ zu übertragen. So wurden verschiedene, meist ziemlich reichweitenstarke, Influencer miteinander verglichen. Dabei rausgekommen ist dann ein wunderschönes Video, das zeigt, dass die Szene vielleicht doch nicht so individuell ist, wie sie immer glaubt.

Den zugehörigen Instagram-Account gibt’s hier. Wunderschönes Projekt!

Im Gegensatz zum fröhlichen Dienstag war ich am Mittwoch dann deutlich nachdenklicher gestimmt, nachdem ich von Wissenschaftlern gelesen habe, die sich in einer Studie damit beschäftigten, dass Beziehungen zum Scheitern verurteilt sind, in denen die Partner unterschiedliche Markenvorlieben haben. In den USA wurde das anhand der Brands Pepsi und Cola getestet und tatsächlich nachgewiesen.

Sofort schoss mir in den Kopf, wie viele unterschiedliche Markenvorlieben es bei mir und @victorixo so gibt. Sie steht auf Louis V., Karl Lagerfeld & Co (zumindest bei Taschen), ich kann damit nichts anfangen. Ich feiere Palace, sie weiß nicht mal was das ist. Sollten all die Jahre etwa umsonst gewesen sein? Nach kurzem Überlegen kam ich doch recht schnell zu dem Entschluss, dass die Studie wohl einfach Quatsch ist. Im Nachgang beschäftigte mich dann aber die Frage, warum sich ernstzunehmende Wissenschaftler eigentlich mit solchen Studien beschäftigen und was die Menschheit daraus lernen kann. Sollen bei Tinder nur noch Matches möglich sein, wenn beide auf Adidas stehen und lieber Heinz Ketchup als Bautzner Senf essen? Oder soll man direkt wieder aufstehen, wenn das Date beim ersten Treffen ’ne „echte“ Fanta bestellt, anstatt die geliebte River Fanta zu nehmen.

Erstaunlicherweise ist das tatsächlich die Idee der genialen Wissenschaftler. Zitat aus dem zugehörigen Stern-Beitrag:

„Studienautor Fitzsimons empfiehlt Liebessuchenden, darüber nachzudenken Markenvorlieben in ihre Dating-Profile aufzunehmen.“

Ich kann nicht glaube, was ich da lese und schalte mein Gehirn für den restlichen lieber Tag aus. RIP Mittwoch!

Donnerstag stand ein kurzes Treffen mit Jason an, dem das Label Fokohaela gehört und der gerade in der Stadt war, um mit wichtig aussehenden Leuten über seine Kooperation mit Puma zu sprechen. Da er ein netter Mensch ist, und mir und meinem Bruder auf der Fashion Week in Berlin Anfang Juli zwei seiner Trikots versprochen hatte, wartete ich bis die wichtig aussenden Menschen gingen und setzte mich zu ihm. Neben der Trikotübergabe redeten wir noch ein bisschen über Gott und die Welt und hatten insgesamt eine ziemlich gute Zeit. Themen waren beispielsweise die Sammlung Supreme Caps, die er für seinen Sohn zusammenstellt (ziemlich cooler Vater!), den komplett übertriebenen Yeezy-Preis und darüber, dass die Dinger sowieso nicht so cool sind. Wobei das hauptsächlich meine Meinung war. Einig waren wir uns dann wieder bei unseren Schwärmereien über Winterhude, wo er eine Zeit lang nur 200m von mir entfernt gewohnt hat, wie wir feststellten. Glücklich, aber völlig fertig verabschiedete ich mich am Ende nach einem entspannten Treffen, das für mich dann doch gar nicht so entspannt war, weil es doch ganz schön anstrengend ist, längere Zeit nur Englisch zu reden, wenn man das sonst eher selten macht. Ich hoffe mal, dass es mir beim nächsten Mal schon leichter fällt.

Der Rest des Tages war dann pure Vorfreude auf den kommenden Freitag, an dem nach dem Training die traditionelle Taufe der neuen Mannschaftskollegen anstand.  Immer wieder lustig! Vor allem, wenn man nur im Publikum sitzt, anstatt sich auf der anderen Seite zum Affen zu machen. Details gibt es dazu aber keine, nur so viel: Alle haben eine fantastische Performance abgeliefert.

Das Wochenende war dann mehr oder weniger komplett frei, was zur Abwechslung auch mal ganz cool war. Und so schlief ich viel, unternahm wenig und bereue es jetzt schon, da ich nun am Sonntagabend einfach nicht müde werde. Vielleicht hätte ich den Mittagsschlaf weglassen sollen. Den hatte ich mir aber nun wirklich verdient, nachdem ich schon um 12:30 Uhr bei meinem alten Homie Stevie auf der Matte stand, damit wir uns zusammen die erste Sky Handball Bundesliga Konferenz reinziehen konnten, in der Sky hauptsächlich darum bemüht war, die Messlatte für zukünftige Handball Konferenzschaltungen nicht zu hoch zu legen. Ziel erreicht, würde ich sagen.




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