Weekly Struggle #6

Etwas verspätet auf Grund eines ziemlich trägen Sonntags, an dem ich aus unerklärlichen Gründen nicht so richtig auf einen grünen Zweig mit meinem Körper gekommen bin, aber dafür hier jetzt mein mit noch mehr aufopferungsvoller Hingabe geschriebener 6. Wochenrückblick. Und das, obwohl die Woche nun wirklich nicht viel zu bieten hatte.

Montag hatte ich etwas Zeit, uns so guckte ich mir endlich mal die von Highsnobiety gedrehte Doku zum Thema „Counterfeit Culture: Korea“ an. Für alle, die sich darunter nichts vorstellen können: Es geht um die Produktion von Fake-Mode. War auf jeden Fall ziemlich interessant! Und so beschäftigte mich das Thema auch noch über die Doku hinaus und ich überlegte hin und her, ob diese, mittlerweile ziemlich große, Industrie denn den Brands wirklich so schadet, wie oft behauptet wird. Unabhängig davon, dass es absolut unmoralisch und uncool ist, Fakes herzustellen, sollten sich Brands, die kopiert werden, doch irgendwie auch ein bisschen geehrt und geadelt fühlen. Denn immerhin zeigt es ja, dass diese Brands ziemlich angesagt sind. Eigentlich also ein Lob und zusätzlich gar keine schlechte Werbung, weil noch mehr Leute mit dem Logo durch die Straßen laufen. Ziemlich uncool ist natürlich, dass es Reseller gibt, die Fakes als Echtware unter die Leute bringen und damit ordentlich abkassieren wollen. Und so kam ich am Ende dann doch zu dem Entschluss, dass Fakes mehr Schaden anrichten, als dass sie nutzen, und dass es schon ganz gut ist, dass dagegen vorgegangen wird. Tot bekommt man die Industrie aber mit Sicherheit nicht.

So verbrachte ich den Montag mit vielen Gedanken und Mutmaßungen. Scheinbar waren es so viele Gedanken, dass für den Dienstag einfach kein Platz mehr war. An den kann ich mich nämlich null erinnern. Vielleicht war der Dienstag aber auch einfach zu uninteressant, was in gewissem Maße natürlich eine traurige, aber auch etwas beruhigendere Erklärung wäre.

Der Mittwoch stand dann ganz im Zeichen der Trauer, da ich abcheckte, was am Wochenende so auf der Bread & Butter abgehen würde, die zum zweiten Mal von Zalando in Berlin ausgerichtet wurde – und zu der ich leider nicht fahren konnte. Mal ganz von den Fashion-Shows, Parties und Aktionen der einzelnen Brands abgesehen, hätte ich vor allem die Music-Acts wirklich gerne gesehen. Da tröstete mich die Info, dass es wohl einen Livestream geben würde, nur wenig. Ich scheine schon da geahnt zu haben, dass ich meistens dann doch etwas Besseres vor habe, als mir vor dem iPad anzusehen, wie all die glücklichen Menschen dort feiern, während ich gelangweilt auf meinem Sofa sitze. Deshalb entschied ich mich dann schnell, meinen Post zu Bread & Butter zu schreiben, um ihn am nächsten Tag zu veröffentlichen und das Thema dann auch gleich wieder zu vergessen. Im nächsten Jahr bin ich dann hoffentlich dabei.

Donnerstag war dann mal wieder Energie aufladen angesagt. Und was gibt es da Besseres, als den ganzen Nachmittag irgendwelche Youtube-Videos zu gucken, sich durch das Internet zu klicken und die Seele mal baumeln zu lassen. Und so guckte ich viel zu viel gehaltlose Comedy, freute mich meines Lebens und setzte zum Abschluss noch einen drauf und las mich mal wieder durch vice.de. Dort fand ich dann eine absolute Perle des Internets: Die ungeschnittene Version der Yung Hurn Interviews, das im Sommer während des Frauenfeld Festivals in der Schweiz aufgenommen wurde. Viel lässt sich dazu eigentlich nicht sagen, außer dass es für alle Beteiligten eine ziemlich unangenehme Situation gewesen sein muss. Außer natürlich für Yung Hurn, der in seiner eigenen, scheinbar wundervollen, Welt gefangen war und damit wohl ziemlich zufrieden gewesen sein muss.

Am Freitag war dann die Woche schon wieder fast vorbei und so ließ ich die Woche dann auch gemütlich bei einem Lachsfilet austrudeln, dass ich mir von dem Restaurant Arabella bringen ließ, austrudeln. Nebenbei entdeckte ich auf Pro7 die neue eSports-Sendung. Während ich mir die Counter Strike: Go Duelle dort ansah, wurde ich ein bisschen wehmutig und dachte an die hervorragende Zeit in meinem „Lenzer-Clan“. Völlig unbeschwert zockten wir damals Tag für Tag CS 1.6 auf ulow-low (dem Kenner wird es was sagen, für alle Noobs: wir waren sehr schlecht), gaben uns gegenseitig die Schuld für unsere ständigen Niederlagen und schliefen dann am Ende doch jeder glücklich mit dem Wissen ein, zumindest der Beste aus unserem Clan zu sein. Und so schlief ich auch an diesem Freitag mit einem Lächeln im Gesicht ein…

…und wachte voller Vorfreude auf, denn am Samstag Abend stand das erste Saisonspiel in der 3. Liga mit dem HSV Handball an. Es war gleich ein Derby gegen den gerade aufgestiegenen Stadtrivalen aus Barmbek, dass wir nach anfänglichen Schwierigkeiten auch ziemlich souverän über die Runden brachten. Genauso wie den restlichen Abend nach dem Spiel, an dem ich nach entspannten Beginn mit einem lockeren Abendessen am Winterhuder Marktplatz nochmal ordentlich in Schwung kam, was kurzfristig ziemlich lustig war, mir den Sonntag aber doch ein bisschen versaute. Was auch der Hauptgrund dafür ist, dass dieser Post erst am Dienstag, und nicht schon am Sonntag online gegangen ist. In meinem Alter muss ich da einfach vorsichtiger sein…




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